Das Unternehmen wurde 1988 von Petri Allas und Risto Siilasmaa gegründet. Heutiger CEO ist Juhani Hintikka. Bis zum Jahr 2000 trugen nur die Produkte den Namen F-Secure, das Unternehmen selbst firmierte als Data Fellows Corporation. F-Secure ist seit 1999 an der Börse Helsinki (HEX) notiert (WKN 928744). Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in über 60 Ländern sowie Forschungseinrichtungen in Finnland und Malaysia. Im Jahr 2018 erwirtschaftete F-Secure einen Umsatz von 190,7 Millionen Euro. Zum Jahresende 2018 beschäftigte das Unternehmen über 1.600 Mitarbeiter.

Beim F von F-Secure gibt es mehrere Varianten der Namensgebung:

Sämtliche Mitarbeiter bei F-Secure / Data Fellows sind [F]ellows, also Partner, Gefährten.
[F]riðrik Skúlason hatte ein kommandozeilenbasiertes Antivirusprogramm geschrieben, aus der später die Antivirus-Software F-Prot hervorging (diese Software hatte bereits das heute gültige F-Secure Logo)

F-Secure war ein Vorreiter beim Einsatz mehrerer Viren-Scan-Engines in einem Produkt. Verschiedene Scan-Engines können simultan zur Überwachung der Daten eingesetzt werden, womit die Erkennungsrate von Schadprogrammen deutlich erhöht wird. Ursprünglich nutzten die Produkte von F-Secure die Scan-Engines von F-PROT des isländischen Herstellers Frisk Software und AVP des russischen Anbieters Kaspersky Lab. In den aktuellen F-Secure-Lösungen kommen neben der Virenscan-Engine von Avira (intern als Capricorn bezeichnet) von F-Secure selbst entwickelte Suchalgorithmen zum Einsatz. Diese Eigenentwicklungen an Engines von F-Secure heißen: Gemini, DeepGuard und Hydra.

Ein weiterer Bereich, in dem das finnische Unternehmen eine Pionierrolle einnahm, war das Erkennen und Entfernen von Kernel-Rootkits beim Betriebssystem Windows. Die Technologie wurde erstmals 2006 auf der CeBIT in Hannover unter dem Namen BlackLight vorgestellt. Dazu sucht das Tool Prozesse, Ordner oder Dateien, die vor dem Anwender versteckt werden, und zeigt sie diesem mit zusätzlichen Informationen an – so etwa bei dem im November 2005 in die Schlagzeilen gekommenen CD-Kopierschutz, den Sony teilweise in den USA einsetzte. Dieser nutzte Rootkit-Technologien, um sich vor den PC-Besitzern zu tarnen.

Der Schwerpunkt von F-Secure liegt in den Bereichen Virenschutz und Intrusion Prevention – obwohl das Unternehmen sich vor 2004 vor allem mit Produkten zu SSH-Verschlüsselung einen Namen gemacht hatte und dafür auch Auszeichnungen der finnischen Regierung erhielt. Dieses Geschäftsfeld wurde jedoch an den amerikanischen Software-Hersteller WRQ Inc. übergeben, um sich stärker auf die Kernprodukte zu konzentrieren. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Lösungen zum Schutz von PCs, Servern und mobilen Endgeräten gegen Viren, Würmer und Trojaner, Spam- und Phishing-Schutz sowie Software und Appliances zum Schutz von E-Mail- und Internet-Gateways. Das Unternehmen F-Secure ist dafür bekannt, sehr schnell auf die Entdeckung neuer Viren zu reagieren und Updates sowie Removal Tools bereitzustellen. Auf seiner Website stellt das Unternehmen F-Secure außerdem einen kostenlosen Online-Virenscan, kostenlosen PC HealthCheck sowie den Download einer bootfähigen Rescue CD zur Verfügung. Die Zielgruppe sind sowohl Heimanwender als auch Unternehmen sowie Internet Service Provider und Mobilfunkanbieter.

Im Juni 2015 expandierte F-Secure in den Enterprise-Markt durch die Übernahme von nSense, einem dänischen Unternehmen, das sich auf Sicherheitsberatung und Schwachstellenanalyse spezialisierte. Im Februar 2017 wurde mit dem Kauf der italienischen Firma Inverse Path der Bereich Cybersicherheitsdienste weiter ausgebaut. Die Firma war in Privatbesitz und verfügt über Erfahrungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Steuerungstechnik.

Im Juni 2018 wurde das britische Sicherheitsunternehmen MWR InfoSecurity übernommen.

Quelle: Wikipedia

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